CASE STUDY

Stärkung von Gesundheit und Resilienz im Schulsystem der Stadt Zürich

Kontext

Das Team des schulsozialen Dienstes in Zürich sah sich mit einer zunehmenden Komplexität der Fälle, steigenden administrativen Anforderungen und wachsendem Koordinationsdruck konfrontiert. Die Rolle der Mitarbeitenden war anspruchsvoll, emotional intensiv und gleichzeitig von der ständigen Erwartung hoher professioneller Verfügbarkeit geprägt.

Die Leitung erkannte die Notwendigkeit, die bestehenden Arbeitsbedingungen systemisch zu betrachten – nicht nur im Hinblick auf individuelle Belastungen, sondern auch auf strukturelle Faktoren, die die langfristige Stabilität des Teams beeinflussen.

Ziel des Projekts war es, gesundheitliche Ressourcen zu stärken, die Arbeitsfähigkeit der Mitarbeitenden zu erhöhen und eine nachhaltige Unterstützungsstruktur zu entwickeln.

Das Team umfasste 27 Mitarbeitende.

Situationsanalyse

Die Arbeit begann mit einer umfassenden Bewertung von Belastungen und Ressourcen. Es wurde ein validiertes Instrument aus der Arbeitspsychologie (Job Stress Index) eingesetzt, ergänzt durch strukturierte Gespräche mit der Leitung.

Die Rücklaufquote lag bei 95 %, was ein repräsentatives und realistisches Bild der Situation ermöglichte.

Die Analyse identifizierte sieben zentrale Handlungsfelder sowie sieben wesentliche Ressourcen, auf denen weitere Maßnahmen aufgebaut werden konnten.

Wichtig ist, dass bereits in dieser Phase die strukturellen Möglichkeiten der Organisation berücksichtigt wurden. Vor der Definition konkreter Maßnahmen wurde geprüft, was realistisch umsetzbar ist, um unerfüllbare Erwartungen zu vermeiden.

Intervention

Auf Basis der Analyseergebnisse wurde ein halbtägiger Workshop mit dem gesamten Team durchgeführt. Ziel war ein gemeinsames Verständnis der Ergebnisse sowie die partizipative Entwicklung konkreter Lösungen.

Parallel dazu wurden individuelle Coaching-Prozesse mit den Mitarbeitenden durchgeführt, mit einem Gesamtumfang von über 25 Stunden. Der Fokus lag auf der Stärkung der persönlichen Resilienz und der Entwicklung wirksamer Strategien im Umgang mit beruflicher Belastung.

Die Arbeit umfasste gleichzeitig:

  • die strukturelle Ebene (organisatorische Maßnahmen),
  • die Teamebene (gemeinsames Verständnis und Prioritäten),
  • die individuelle Ebene (persönliche Stabilität und Regulationsstrategien).

Dieser mehrschichtige Ansatz stellte sicher, dass Veränderungen nicht nur auf deklarativer Ebene verbleiben.

Ergebnis

Das Projekt führte zu einem klaren Handlungsplan im Bereich der Mitarbeitergesundheit sowie zur Identifikation konkreter prioritäter Maßnahmen.

Die Mitarbeitenden erhielten Raum für Reflexion und individuelle Unterstützung, während die Leitung ein präziseres Verständnis der strukturellen Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten gewann.

Das Feedback des Teams war durchweg sehr positiv, insbesondere hinsichtlich der Kombination aus analytischer Präzision und praktischer Umsetzbarkeit der Maßnahmen.

Das Projekt legte die Grundlage für langfristige Stabilität und nachhaltige berufliche Leistungsfähigkeit.

Fazit

Dieses Projekt zeigt, dass nachhaltige Gesundheitsförderung nicht aus einzelnen Interventionen entsteht, sondern aus der Kombination von Analyse, Partizipation und individueller Unterstützung.

Wenn Gesundheit systemisch betrachtet wird, gewinnt die Organisation eine klare Handlungsstruktur und ein stabileres Team – selbst in einem anspruchsvollen professionellen Umfeld.

Wenn Sie möchten, dass die Gesundheit in Ihrer Organisation das Ergebnis einer bewussten Strategie ist – und nicht die Folge einer Krise –, lassen Sie uns über Ihren Kontext und Ihre Handlungsmöglichkeiten sprechen.